INFO

In einem verdunkelten Raum zeichnet Klaus Maßem mit verschiedenen Laserpointern als Lichtpinsel auf eine große Filmprojektionsleinwand oder eine sauber weiß gestrichene Wand.
Dem Fotografen steht es zur Wahl, die Zeichnung in ihrer gänzlichen Dauer abzulichten, also die gesamte Zeichnung zu fotografieren, oder innerhalb des Prozesses in die Zeichnung ein- und auszusteigen. Durch den Faktor Zeit wird die Sequenzierung, die zeitliche Fragmentierung der Zeichnung möglich, Ausschnitt und Detail einer Zeichnung werden neu definiert. Somit entstehen, abhängig von der Praktik und Finesse der einzelnen Fotografen, individuelle und höchst unterschiedliche Aufnahmen von ein und derselben Zeichnung. Jede dieser Aufnahmen ist ein Original. Der Fotograf wird zum Autor.
Durch die Interaktion von Künstler und Fotograf entsteht eine einzigartige Symbiose. Die Performance stellt nicht nur die Existenz der Zeichnung infrage, sondern stellt auch die Frage nach dem Original und der Autorschaft.
CLOSE